Meine nächste Steuer geht also in noch ein überflüssiges Gorleben-Gutachten und in die Räumung von Asse. Ich will einen TÜV für Politiker.
Die Spotify-Radio-Funktion ist ja superentspannend und überraschend, kurz sehr nett. Wie sehr das sich-verlassen auf industrielle Playlists aber den eigenen Musikgeschmack korrumpiert, einen eigene Vorlieben vergessen lässt, das merke ich, wenn ich iTunes anwerfe und die Playlists aus meiner eigenen Musikbibliothek anwerfe. Das triggert Assoziationen und Erinnerungen, die kein Streamingdienst der Welt mit noch so gewieft programmierten Auto-Playlists je hinkriegen wird. Aber das ist ja auch nicht der Zweck der Übung. Und das ist ein anderes Thema. Weiter mit Musik.
Nein, ihr habt sehr wohl GroKo gewählt. Gegen die sogenannte Alternative für Deutschland gibt es nämlich keine Alternative dazu, dass alle wirklichen Demokraten eine Koalition eingehen, um die Horrorvorstellung einer Regierungsbeteiligung des tumben Populismus zu verhindern. Lindner, die Sissy, hat sich nicht getraut, Verantwortung zu übernehmen und wer, sei es in SPD oder CDU, jetzt Mimimi macht spielt ein gefährliches Spiel: Eine Große Koalition ist immer ein Kompromiss aber momentan wirklich alternativlos. Eine echte Alternative wäre, wenn wir uns alle wieder mehr in die Politik einbrächten statt immer mehr Klein- und Kleinstparteien zu gründen um uns in eine Art Neo-Weimar zu verwählen, in dem es den Demokraten nicht mehr möglich ist, ein Bollwerk gegen die Idioten zu bilden. Politik ist keine Comedyveranstaltung und Protestwahl ist nicht witzig sondern gefährlich, denn sie gefährdet unsere Demokratie, indem sie jenseits der Diktaturen ohne Not der Dummheit und ihren menschenverachtenden, dilettantischen Protagonisten eine Bühne bereiten. In den USA, in Polen, in Ungarn, in Frankreich, Großbritannien, Holland und in Deutschland. Nein, ich wollte, wie viele, keine große Koalition. Aber sie ist momentan alternativlos und ich wünsche allen Beteiligten gutes Gelingen (und der SPD-Basis, besonders den Jusos, den Mut zum Sprung über den eigenen Schatten) auf dem Weg, die politische Kultur unseres Landes und der Welt wieder soweit in geordnete Bahnen zu lenken, dass wir alle wieder daran arbeiten können gemeinsam auf unserem Planeten zu leben anstatt gegeneinander. Mit 17.000 Atomwaffen am Start macht jedes wie auch immer geartete Gegeneinander nämlich nicht wirklich Sinn. Aber das ist ein anderes Thema. Weiter mit Musik. Ihr Dödel.
Marian McPartland starb am 20. August 2013 im Alter von 95 Jahren. Ruhestand war für sie ein unbekanntes Wort, wie sie einmal in einem Interview erklärte: „So wie man Duke Ellington immer fragte: ‚Wann werden Sie sich zur Ruhe setzen?‘ Das ist furchtbar unhöflich. Und Duke antwortete: ‚Und dann? Wozu sollte ich mich zur Ruhe setzen?‘ Und mir geht es genauso – wozu sollte ich mich zur Ruhe setzen?“Pianistin Marian McPartland – Weiß, weiblich, Jazzlegende
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
