Selten Dämlich | Das Ein-Mann-Social-Network

Sven K. – Journal2026-09-14T02:38:49+02:00
  • Scanning #Ello also feels a little bit like walking through an artists commune: Look at this piece of wood. Isn’t it beautiful? I carved just a tiny bit of it, but left the nature intact. Let’s just stare at it for a while. Considering Ello was created by artists (and programmers, of course), this isn’t surprising.MASHABLE / Lance Ulanoff : „Ello Is No Facebook Killer“

  • “In Romania, bloggers are 20-something geeks
    that are happy to share things and glad to
    be up on the stage. At Blogging in Germany
    and America i saw old journalists trying to
    teach us about new media and the tech revolution.”
    (Vali Petcu, Berlin.)

    ”Es sind wenig Frauen anwesend. Zu wenig. Das war klar,
    als ich merkte, dass ich nie vor dem Klo anstehen musste.”
    (engl@absurdum)

    „Die re:publica war zu oberflächlich, zu belanglos,
    zu labertaschig? Schlagt bessere Themen und Referenten
    vor, setzt euch selbst auf die Podien.”
    (Felix Schwenzel)

    Ich hatte ein Ticket für die re:publica. Lange gekauft. Earlybirdtarif. Mich drauf gefreut. Mein Ticket  hing an der Wand. Ich bin nicht hingegangen. Nicht, weil ich nicht gewollt hätte. Gern hätte ich dort Freunde getroffen und Menschen, die ich schon lange nicht gesehen habe, Menschen, die ich schon lange gerne kennengelernt hätte. Ich saß stattdessen zuhause, mußte arbeiten. Die da waren, berichteten, die, die Webzwonull nie als Selbstzweck feierten, habe Zwonull in umbekümmerter Nabelschau verloren oder kaum erreicht. Während die Formen qua Messe ihren Inhalt suchen, so die, die da waren, suchen die Inhalteverwalter ihre Behälter längst wieder anderswo. Ich als Zahnarztfrau und als Inhaltsfetischist frage mich: warum nicht mal eine Messe, die explizit content provider und Förmchengießer zusammenbringt? Das wäre doch mal interessant.

  • # Wie kann man sich in einer Welt mit um die 17.000 mehr oder weniger einsatzbereiten Atomwaffen, die jeden Ort der Erde innerhalb maximal einer halben Stunde pulverisieren und verstrahlen können noch mehr oder weniger umzingelt fühlen? Love!

  • Können bitte alle Arschlöcher grad mal komplett und auf einmal tot umfallen? Danke.

  • Der Papst in der ihm gebührenden Pole Position, aber was ist das: da wird er überholt von einer Unbekannten, Terri Schiavo! Karol Wojtyła übernimmt aber wieder die Führung, doch nein! Unglaublich! Was ist denn das! Wer hätte damit gerechnet! Wird wieder überholt, diesmal ausgerechnet von Harald Juhnke! Mannomann, Respekt! Den hatte niemand mehr auf der Liste! Der Papst mittlerweile an der Box… wie geht es weiter – und: wird Rainier von Monaco wieder in den Wagen steigen, der schon seine entzückende Frau auf tragische Weise vor der Zeit aus der Kurve trug? Sie sehen: es bleibt spannend im Hospiz, meine Damen und Herren!

  • Bei der Lektüre dreier Jahrgänge der TITANIC (1981-1983) fand ich neben den Werken toter (und schmerzlich vermisster) Cartoonisten vor allem jede Menge Tabak- und Zigarettenreklame; Texte, mindestens so durchgeknallt wie die bekiffte afri-cola-Kampagne von Charles Wilp. Das funktionierte wahrscheinlich nur, weil wir damals alle die noch viel bekiffteren Texte im Ohr hatten, die Gert-Günther Hoffmann zu den „Paulchen Panther“-Trickfilmen rezitierte. Genauso muss man sich wahrscheinlich auch das VAN-NELLE-Gedicht vorstellen – gesprochen von der Synchronstimme von Captain Kirk und Sean Connery.

  • Why don’t you just make it a song about paranoia?
    Andy Warhol

    Great idea!
    Velvet Underground

    David Gilmour hat sein Studio in einem Hausboot. Das Hausboot gehörte vor einem Jahrhundert Fred Karno. David Gilmour ist der Gitarrist von Pink Floyd, Fred Karno war der Agent von Charlie Chaplin und Stan Laurel. Charlie Chaplin liebte Mädchen unter zwanzig und war ansonsten sehr lustig. Stan Laurel war der Dünne von Dick und Doof. Pink Floyd war die Band von Syd Barrett, die er mitgegründet hatte, und die ihn gefeuert hatte, nachdem er im dritten Jahr der Bandexistenz auf einem Drogentrip hängen geblieben war, und der später von seiner Band „bekloppter Diamant“ genannt wurde: „Shine on, you crazy diamond“ – „Glänze weiter, du bekloppter Diamant“ riefen die Pink Floyds ihm nach, und dann starb er, Jahre nach seinem Besuch in den Abbey Road Studios, wo er kurz in der Tür stand, während seine alten Bandkollegen dort 1974 das nächste Album aufnahmen und nachdem er dann wieder gegangen war. Die alten Kollegen nannten ihr Album, das sie in den Abbey Road Studios aufnahmen, dann „Wish You Were Here“ und sie meinten Syd, aber das, und das mit dem Diamanten weiß kaum jemand. Wie auch das mit dem Hausboot von Fred Karno. Syd Barrett gab es noch lange nach seinen drei Pink-Floyd-Jahren, aber er war nicht mehr da, lebte kahlköpfig und im Unterhemd vor sich hin, bis er irgendwann starb. Fred Karnos Hausboot taucht im Film „Chaplin“ von Sir Richard Attenborough auf und da spielt John Thaw Fred Karno. Karno und Thaw ähneln sich physisch kaum, aber ich sehe Karno jetzt immer mit seinem Gesicht (im Gegensatz zu Chaplin, der qua Verstorbenseins seit über vierzig Jahren überhaupt nichts mehr sieht). Fred-Karno-Darsteller Thaw, der selbst berühmt war als „Inspector Morse“ im britischen Fernsehen, starb, wie viele saufrauchende Schauspieler, vor der Zeit (2002, er war 60) und an Speiseröhrenkrebs. Das hat er mit Schauspieler Otto Sander gemeinsam, der 2001 im Kölner Café Sehnsucht auf den Tisch stieg und den Tod aus dem Jedermann zitierte, um später eine flammende Rede gegen die Spülmaschine zu halten, die er für Wasserverschwender hielt und der dann in Ermangelung eines One-Night-Stands mit dem Taxi ins Hotel fuhr, während David Gilmour auf dem Hausboot von Fred Karno ein neues Album in Angriff nahm.

    Early dawning,
    Sunday morning
    It’s just the wasted years
    so close behind
    The Velvet Underground: “Sunday Morning”

  • Abt.: Künstlerausgang: Sie wurde über Bande erwähnt („Ich, ein Groupie“) und sie war der Star unseres 50. #SchleFaZ. Kurz vor der Ausstrahlung des letzten @schlefaz auf @tele5 starb am 22.12. die Pionierin der deutschen TV-Comedy, Ingrid Steeger. Ich wünsche ihr endlich Frieden.

  • Yoko hat das Genie immer nur katlogisiert, nie begriffen. Sie kompensierte dieses Defizit (und tut es bis heute)  durch Hörigen-Kidnapping (siehe Illustration):

    Was tut, dass nicht nur ich die Frau (nicht die Künstlerin) seit langem gefressen habe. Aber das thematisierte ich schon vor Jahren. Räusper. Zur Erinnerung:

  • … und wer Mädels „Dreamy Paprika“ vorsetzt, dazu noch in Marshmallow-Rosa geschrieben, der kennt Mädels schlecht. Abgesehen davon fältt es mir schwer die Traumwelt von Paprika vorzustellen. Wobei es ein großartiger Schlagertitel wäre: „Wenn Schoten träumen …“ Analyze my Gemüse, Mr. Freud!

  • Mit Pappe ummantelte Plastikbecher.

    Plastikbecher, auf die ein Recyklingpapiermuster aufgedruckt ist.

    Es gab mal Pappbecher, früher, als Diesel noch nicht pfui, aber Verpackung ökologisch sinnvoll war, ohne dass überall „bio“ und „öko“ draufstand.

Nach oben