Cosplay, dieses visuelle Karaoke. Verspeckte Trullas in lächerlichen, schlecht sitzenden Kostümen, die noch die aus Ignoranz geborene Perversion der Travestie beleidigen. Und dann diese Kultur-Schnupperkurse. Kalligrafie-Workshop. Japanisches Kinderschminken. Was für ein unglaublicher Scheiß, der meiner Frau das Kirschblütenfest in den Gärten der Welt in Berlin versaut hat.
Vor Jahren gaukelte mir eine Frau im Chat vor sie sei, bevor sie nunmehr mit dem greisen Peter O’Toole das Bett teile, mit Patrick Stewart zusammen gewesen. Heute twittere ich mit Brent Spiner. Die Zeiten ändern sich.
Vor dreißig Jahren galt man als Spinner und linke Socke, wenn man gegen die Nutzung der Salzstöcke in Gorleben als Atommüll-Endlager war. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen berichtete viel über die massiven linksalternativen Proteste – am liebsten diskreditierend und in diesem Ansinnen mit Bildern vermummter Molli-Werfer. Dass es kein Endlagerkonzept gab (und schon gar nicht in Gorleben) fiel dabei unter den Tisch. Heute berichtet das öffentlich-rechtliche Fernsehen über diese Nicht-Eignung, gestützt auf Greenpeace-Recherchen. Aber niemand legt iPad und Wii aus der Hand und geht protestieren, wenn die Regierung in Gorleben wieder mindestens eine Legislaturperiode lang auf Eignung prüfen lässt, um der Kernkraft-Lobby durch den Ausstieg aus dem Atomausstieg in den gut gepuderten Arsch zu kriechen. Gegen die Agonie der Egomanenrepublik sind Bradburys Fahrenheit-Vision und Orwells 1984 ein schlechter Witz.
Uran soll nicht in falsche Hände geraten. Das war ein Ziel der Unterredungen des soeben abgeschlossenen Washingtoner Urangipfels. Von Staatsterrorismus ist dabei keine Rede. Das und nichts anderes ist noch vor Islamisten und Iran die internationale Atomenergiepolitik, die für kurzfistige egoistische Ziele kaltschnäuzig das Leben der kommenden Generationen aufs Spiel setzt.
Und damit zurück in die Wellnessgrube Asse.
Facebook schlägt mir Gruppen vor. „Deutsche Freunde Vladimir Putins“. „Verein der Deutschen“. „Unsere Heimat“. So gemütlich, Facebook. Nee, ehrlich, ich glaube, es hackt.
Warum huldigen eigentlich Schwule so oft Frauen? Ich meine, ich habe noch keine Hete erlebt, die schwärmerisch Rosa von Praunheim oder Wally Bockmayer hochhielte. Aber die besten Tittenbilder finde ich nach wie vor auf schwulen Hompages. Und kein heterosexueller Mann hat die Titten von Wuchtbrummen wie Barbara Valentin, Evelyn Künneke oder Montserrat Caballé je so gekost, wie ihre schwulen Busenfreunde. Auf der Hompage von Reiner Calmund dagegen suche ich Schwänze vergebens. Erstaunlich, nicht? Grübel, grübel.
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„Das ist nicht die Raumerstraße“, sagt sie, als wir Crossing Lines schauen. Wenn man es weiß. Allerdings ist das Straßenschild Original Berlin und die Graffitis stimmen in der Anmutung. Barrandov ist so gut wie das Original. Es sei denn man kennt das Ausgangsmaterial. Barrandow ist das Photoshop der Baubühnen. Immer wieder: Wow!
https://www.facebook.com/barrandovstudios
Wem zum Teufel soll ich erzählen, was ich gerade mache? Überhaupt, wer bist Du, Internet?
Oui ce furent des moments d’amour avec son public, des moments de partage, d’échange, un mot que l’on balance trop souvent à toutes les sauces mais qui ne prend sa dimension que dans ces concerts-là.18octobre2010 – Compte rendu
Wir gammeln vor uns hin, verrotten, verwesen, verenden, und keinen interessiert’s. (…) Die Weltherrschaft wird man nicht bekommen, und wenn doch – was macht man damit? Wer will dieses anstrengende Gebilde von acht Milliarden, die nicht sterben wollen, schon leiten, und wenn doch, auch dann ist irgendwann Schicht.Sibylle Berg
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
