Das RTL-Dschungelcamp wird der Zielgruppe tatsächlich langweilig. Damit nähern wir uns echtem Poppen, Sperm Race und „Spiel ohne Grenzen“ mit scharfen Waffen.
Angesichts der derzeitigen Weltenlenker großes Achtziger-Lebensgefühlsrevival, ständig denken: „Werden wir leben und sterben dürfen, oder werden wir irgendwann ohne nennenswerte Vorwarnung gesprengt?“ Danke für nichts, ihr Arschlöcher.
„Get a life!“ (William Shatner)
In der Trauer geht die Morgengymnastik im Hochsicherheitsgefängnis doch gleich viel lockerer von der Hüfte.
[ Die Gefangenen des Cebu Provincial Detention and Rehabilitation Center verneigen sich gymnastisch vor einem toten Sänger. ]Mach doch bitte, bitte jetzt Teil 3, Wim Wenders. Compañero. Die Engel treffen sich nicht mehr in der Bibliothek, sondern auf dem leeren Flughafen BER. Beginnen würde der Film vielleicht mit Damiel und seiner Tochter im Sony Center, wo Nick Cave im Kaisersaal ein neues Album vorstellt. Raphaela ist auch da, auch sie ist unter die Menschen gegangen und älter geworden und Willem Dafoe könnte wieder Emit Flesti geben, der sieht ja seit 1990 unverändert aus. Und warum kitzelt Cassiel nicht mehr hinterm Ohr?
Bei der Gelegenheit stelle ich fest, dass mit Roger Willemsen ungemein fehlt …
https://youtu.be/RI2ycpc7YQc
# Der Vorsitzende der Internet-Enquete des Bundestags verlangt eine Klarnamenpflicht im Netz: Nutzer sollen im Web „mit offenem Visier“ diskutieren, findet Axel E. Fischer und erntet Spott. Würde man Fischers Forderungen fürs Netz auf die Kneipe übertragen, müssten dort alle mit einem Namenschild herumlaufen. Sie würden beim Biertrinken ständig gefilmt und all ihre Äußerungen könnte man unter ihrem Namen später im Kneipenarchiv im Web abrufen. Das würde die Umgangsformen in einer Kneipe womöglich verbessern, vorausgesetzt, es käme überhaupt jemand zum Trinken an einen solchen Ort.
Faszinierend. Fundstück von Tobias Richter: Grandioser zeitgemäßer Trailer für einen alten Film. Nur müsste man jetzt, um ein zeitgenössisches Publikum am Einschlafen zu hindern, auch den ganzen Film auf dieses Tempo schneiden. Wahrscheinlich bliebe dann noch eine halbe Stunde übrig von Star Trek – The Motion Picture.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
