Erst sind die Fußballer jünger als du.
Dann die Minister.
Irgendwann der Papst.
Das war’s.— Müller (@gemuellert) March 8, 2018
Das Video des New Yorker Singer-Songwriters Oren Lavie zu seinem Titel „Her Morning Elegance“ erinnert an dieses Schmuckstück, das bereits 2009 zu Recht durchs Netz gelobt wurde, der Titel: „Weightless“.
Der Musik- und Tanzclip ist die Magisterarbeit der schwedischen Innenarchitektin, Möbeldesignerin, Singer-Songwriterin und Szenografin Erika Janunger. Ihre Idee war es, eine Synthese aus Architektur, Tanz und Musik zu schaffen um auszuloten, wie diese Elemente zusammenwirken. Janunger baute das Filmset so, dass es um 90 Grad drehbar war, was den Tänzerinnen viele zusätzliche kreative Möglichkeiten gab. Die Musik komponierte Janunger nachträglich um so die kuriose und auf ihre Art sehr originäre Art der Bewegungen, zu denen dieses Set inspirierte, besser betonen zu können.
Erika Janunger steht bei „Weightless“ für Choreografie, Bühnenbild, Musik, Text und Gesang. Die Tänzerinnen sind Malin Stattin und Tuva Lundkvist. Kameramann war David Grehn. Für das Kostüm zeichnet Johanna Adebäck, Frisuren und Makeup stammen von Klara Janunger. Den Schnitt besorgte Josefin Truedsson, die Postproduktion lag in den Händen von Gustaf Holmsten.
Die Idee, Tanz und Musik meit einem drehbaren Bühnenbild zu kombinieren ist nicht neu. Fred Astaire ließ sich für den Film „Royal Wedding“ (1951) ein Set bauen das sogar um 360 Grad gedreht werden konnte, so dass Astaire ohne Schnitt an allen Wänden und der Decke tanzen konnte. Die Nummer mußte in einem Take gedreht werden, da nach mehr als einer Drehung in dieselbe Richtung die Kabel der angeschlossenen Kamera samt Kameramann hoffnungslos ineinander verdreht gewesen wären.
Diesen anspruchsvollen Bühnenaufbau nannte man in den MGM-Studios damals sinnigerweise „das Hamsterrad“.
Ich hab mich immer wieder gefragt, ob das okay sei und warum ich seit Jahren Harald Schmidt geradezu ausblende, wegzappe oder aus dem Weg scrolle, wann immer er mir unterkommt. Jetzt weiß ich warum: Ich erlaube mir kein Urteil über Schmidt persönlich, ich kenne ihn nicht. Ich finde die von ihm als öffentlicher Person immer dominanter zelebrierte Arroganz überhaupt nicht sexy. Im Deutschlandfunk zerreißt er David Letterman ungesehen:
Nach über 30 Jahren Latenight im regulären Fernsehen und einer zweijährigen Pause ist der Showmaster David Letterman zurück. Harald Schmidt hat aber keine Lust auf die neue Show. „Da gucke ich lieber ‚Inspector Barnaby'“, sagt Schmidt.Deutschlandfunk Kultur
Ich werde mir die neue Letterman-Show unbedingt ansehen. Er feiert dort die Tatsache, Freunde zu haben. Und echte Empathie, liebe Mitdeutschen, ist weder eine ansteckende Krankheit, noch etwas, das man der Volksmusik und ihren narzisstischen Humor-Protagonisten überlassen muss oder sollte.
“I was forced to stare this wild-eyed savage straight in the face, and now I look around and think, ‘Oh, this. This is just life. All of this is just a physical reaction to psychological pain.’” #
Es gehen so wenige zur Wahl, wie sie nicht wissen, was die da im Europaparlament eigentlich für sie machen – im Gegensatz zur Bundestagswahl, zu der so wenige gehen, weil sie nicht wissen, was die da im Bundestag eigentlich für sie machen.
„Glück ist, wenn man mit Menschen, mit denen man absolut nichts zu tun haben will, auch tatsächlich nichts zu tun hat.“ Christoph Simon
… in der Zeit, als Männer noch richtige Männer, Frauen noch richtige Frauen und kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri noch richtige kleine pelzige Wesen von Alpha Centauri waren … (Douglas Adams: „Per Anhalter durch die Galaxis“)
Dieses Bild entstand am Flughafen „Konrad Adenauer“ um 01:09 Uhr in der Nacht zum Startschuss des kölschen Straßenkarnevals.
Ein Beispiel für großartige Werbung: hundertprozentiger Mut zum Understatement – das Produkt ist nicht im Bild, sein Name auch nicht. Da aber in Köln die Farbe Rot mit dem Produkt „FRÜH Kölsch“ untrennbar verbunden ist und zudem die Kampagne lange eingeführt ist, kann man dieses Motiv wagen. Und offensichtlich hat sich die Agentur auch gegen ein beliebtes Kundenargument durchgesetzt: „Ja, ävver do es doch noch Platz op datt Plakaaaat. Do kann man doch noch jet hinschrivve!“ („Da ist doch noch Platz auf dem Plakat, da kann man doch noch was hinschreiben.“) Nein. Genau so ist es witzig. Was die Agentur Counterpart da für das Kölner Nationalgetränk tut, spielt in einer Liga mit der allseits geschätzten ewigen LUCKY-STRIKE-Kampagne, die die Agentur GREY seit 1989 (!) fährt.
Nur in Deutschland gibt es diese Leute, die in verkehrslosen Straßen an roten Fußgängerampeln stehenbleiben und mir, der ich die Ampel ignoriere, weil es mir sinnfrei erscheint, drei Minuten eine leere Straße zu beobachten, hinterhernörgeln: „Bei Rot steht man!“
Solche Leute bevölkern Prozesse, Ausschüsse und Abnahmeprotokolle. Sie schreiben Mails mit „wie bereits telefonisch besprochen“ oder „bitte zeitnah zu erledigen“. Was solche Leute verkörpern, ist nicht Bürgerlichkeit. Das ist administrierte Lebensangst.
Nicht mit mir.
Mein Fahrrad kommt frisch aus der Frühjahrsinspektion, geht ab wie Luzie, und ich ignoriere Rot. Julius Cäsar hat schließlich in Gallien auch nicht an jeder Ampel gehalten – und die Pariser halten es bis heute so.
Deswegen hatten die Coco Chanel.
Und wir haben Harald Glööckler.
Sven K. – JournalSven Knoch2026-09-14T02:38:49+02:00
